Meine Erfahrung beim Iceland Trail

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Meine Erfahrung beim Iceland Trail

Island ist ein Ziel, das fast unwirklich erscheint. Vulkane, Gletscher, weitläufige Lava-Landschaften und endlose Ebenen wechseln sich ab, als ob man durch verschiedene Welten wandert. Es ist ein Land, in dem die Natur vollständig die Oberhand hat und in dem man sich schnell klein fühlt zwischen der beeindruckenden Natur. Genau aus diesem Grund ist eine Wanderung der beste Weg, um Island zu entdecken. Nicht aus einem Auto, sondern Schritt für Schritt mitten in der Landschaft. Während des Iceland Trail wanderst du quer durch die Highlands, weit weg vom Trubel, und erlebst das Land auf eine Weise, die du nirgendwo anders kannst.

Erwartungen vs. Realität

Im Vorfeld hatte ich viele Bilder von Island angeschaut und dachte, ich wüsste ungefähr, was mich erwarten würde. Meine Erwartungen waren also ziemlich hoch. Aber als ich einmal in Island war, wurde schnell klar: Kein Foto kann dem gerecht werden, was man dort wirklich erlebt. Eine ganze Woche lang hatte ich das Gefühl, auf einem anderen Planeten zu wandern. Jeder Tag brachte neue Landschaften, neue Farben und Momente purer Verwunderung. Von schwarzen Lavageländen bis zu grünen Moosen, es bleibt immer wieder eine Überraschung.
Ich wanderte zusammen mit einer Gruppe, die ich zuvor nicht kannte, aber schon bald fühlte es sich wie eine enge Gemeinschaft an. Man teilt dasselbe Erlebnis und die gleiche Anstrengung, was automatisch eine Verbindung schafft. Gleichzeitig hat man unterwegs mehr als genug Momente für sich selbst, manchmal wandert man stundenlang, ohne jemandem zu begegnen. Was es besonders macht, ist das Gefühl, wirklich von allem weg zu sein. Dieses ‘mittendrin im Nirgendwo’-Gefühl ist für mich vielleicht das Schönste, was es gibt.

Ist dieser Trail anfängertauglich?

Ich hatte zuvor bereits den Jordan Trail gemacht, also hatte ich etwas Erfahrung. Trotzdem fand ich den Iceland Trail auf jeden Fall machbar und keineswegs unerreichbar für jemanden ohne umfangreiche Wandererfahrung. Mit einer guten Grundfitness und ein wenig Durchhaltevermögen kommt man schon sehr weit. Die Tagesdistanzen sind machbar und man kann ganz entspannt in seinem eigenen Tempo wandern. Was es manchmal herausfordernder macht, sind die Wetterbedingungen, aber das gehört einfach zu Island dazu und macht die Erfahrung authentisch. Es dreht sich vor allem um deine Einstellung: akzeptieren, dass nicht alles perfekt sein muss und dass gerade diese unerwarteten Elemente Teil des Abenteuers sind. Wenn du dich gut vorbereitest und offen für die Erfahrung bist, ist das ein Trail, den du problemlos bewältigen kannst und auf den du danach nur stolz sein wirst.

Was macht den Iceland Trail so besonders?

Wenn ich an Island denke, kommt sofort ein Wort in den Sinn: magisch. Es ist schwer, einen Moment oder einen Ort auszuwählen, aber was wirklich hängen bleibt, ist die enorme Vielfalt der Landschaften. Du wanderst durch Gebiete, die du nirgendwo anders siehst. Weite Lavafelder, bunte Berge, dampfende Erde, aus der Wärme kommt… es fühlt sich manchmal fast unrealistisch an. Was diesen Trail so einzigartig macht, ist, dass diese Abwechslung sich nicht nur von Tag zu Tag zeigt, sondern manchmal sogar von Stunde zu Stunde. Hinter jedem Hügel wartet wieder ein neues Szenario, was dich ständig zum Entdecken anregt. Da du fünf Tage lang mitten in der Natur bist, erlebst du alles auch intensiver. Du bist nicht einfach nur da, du wirst wirklich ein Teil davon.

Das absolute Highlight

Für mich stach vor allem der zweite Wandertag hervor. Die Vielfalt der Ausblicke an diesem Tag war wirklich einmalig und machte sofort deutlich, wie besonders Island ist. Jede Stunde schien sich die Landschaft komplett zu verändern, was dazu führte, dass man weiterhin staunte und schaute. Der Moment, als wir Álftavatn näherten, bleibt mir immer noch im Gedächtnis. Der See, die weitläufige offene Fläche und die Ruhe, die dort herrscht… Und abends die Sonne, die langsam unterging, während wir unsere Zelte aufbauten, dieses Bild ist mir immer noch im Kopf. Was diese Wanderung zusätzlich besonders macht, sind die Flussüberquerungen. Es mag aufregend klingen, aber es macht es einfach noch spannender. Es sorgt für eine coole Abwechslung und verleiht der Wanderung eine zusätzliche abenteuerliche Note.

Schlafen in der Mitte von Nirgendwo

Während des Iceland Trail schläfst du an Orten, zu denen du normalerweise nie kommen würdest. Du erreichst sie nicht mit dem Auto, was das Erlebnis sofort besonders macht. Du schläfst mitten in der Natur, weit weg von allem. Kein Empfang, kein Trubel, keine Ablenkung, nur Ruhe und Raum. Abends kriechst du in dein Zelt, während das Licht sanft über die Landschaft fällt. Die Einrichtungen sind einfach, aber genau das macht es so authentisch und passt perfekt zum Erlebnis.

Was mir am meisten in Erinnerung geblieben ist

Wenn ich auf diese Erfahrung zurückblicke, bleibt vor allem die Gesamterfahrung in Erinnerung. Die Landschaften sind einzigartig, rau und fast außerirdisch. Das Gefühl von Freiheit, ganz weit weg von allem. Aber es sind vor allem die unerwarteten Momente, die den Unterschied ausmachen. So wurden wir an unserer letzten Nacht plötzlich von den Guides geweckt. In der Ferne sahen wir ein orangefarbenes Glühen: einen Vulkanausbruch nahe Reykjavik. Am nächsten Tag hatte ich sogar die Gelegenheit, das aus der Nähe zu betrachten. So einen Moment vergisst man nicht. Es sind genau diese Erfahrungen, die diesen Trail so besonders machen. Der Iceland Trail ist keine gewöhnliche Reise, sondern ein Abenteuer das dich komplett aus deinem Alltag herausnimmt und noch lange nachhallt.

Meine Tipps

  • Nehmt gute Regenkleidung mit: das Wetter in Island kann schnell umschlagen
  • Bereitet euch körperlich vor: das macht die Wanderung viel angenehmer
  • Genießt die Abwechslung: jeder Tag sieht komplett anders aus
  • Seid offen für Überraschungen unterwegs: die machen das Erlebnis oft besonders
  • Erwartet keinen Luxus: sondern pure Natur und Abenteuer

FAQ

Du kannst uns jederzeit eine E-Mail schicken, wenn du weitere Informationen zu dieser Trekkingtour in Island brauchst und sie in den FAQ nicht finden kannst.

Wann ist die beste Zeit, um zu reisen?

Die Sommermonate (Juni bis September) sind ideal. Dann sind die Wege zugänglich und die Temperaturen am angenehmsten.

Ist der Iceland Trail auch für Alleinreisende geeignet?

Sicher. Du reist in einer Gruppe, hast aber unterwegs genügend Platz, um dein eigenes Tempo zu folgen. Ideal, wenn du allein reist, aber trotzdem nicht ganz allein sein möchtest.

Brauche ich spezielle Ausrüstung?

Gute Wanderschuhe sind essenziell, genauso wie wasserdichte Kleidung und ein guter Rucksack. Außerdem sind auch Schichtenkleidung und ein warmer Schlafsack wichtig, da die Temperaturen stark schwanken können.

Muss ich mir Sorgen um die Sicherheit machen?

Island ist eines der sichersten Länder der Welt. Solange du die Richtlinien befolgst und die Natur sowie das Wetter respektierst, ist der Trail absolut sicher. Die Guides und die Organisation sorgen dafür, dass alles reibungslos und verantwortungsbewusst abläuft.

Wie schwer ist der Iceland Trail?

Der Trail ist durchschnittlich anspruchsvoll. Mit einer guten Grundkondition ist er auf jeden Fall machbar, auch wenn das Gelände und das wechselhafte Wetter es manchmal etwas schwieriger machen können.

Wie ist das Tageslicht in Island während des Sommers?

In den Sommermonaten sind die Tage in Island extrem lang, mit fast 24 Stunden Tageslicht rund um den Juni. Das bedeutet, dass es selbst spät am Abend noch hell ist, sodass du oft noch im Tageslicht wanderst oder dein Zelt aufstellst. Eine einzigartige Erfahrung für sich.

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